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 Verfeindet wie Hund und Katze? Wohl kaum. Diese beiden strafen die volkstümliche Redewendung Lüge
2005 erzielten Umsatz von 3,08 Milliarden Euro.
Auch in anderen europäischen Ländern wächst das Geschäft mit Haustieren rapide – und beschert den Giganten der Branche längst zehnstellige Umsatzzahlen. Bestes Beispiel dafür ist die Fressnapf-Gruppe. 1990 von Inhaber Torsten Toeller im nordrhein- westfälischen Erkelenz gegründet ist das Un- ternehmen inzwischen mit mehr als 1.500 Fachmärkten in elf europäischen Ländern vertreten. 2018 stieg der Umsatz um weitere 6,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Dieses Jahr sollen 1.000 zusätzliche Mitarbeiter ein- gestellt werden, die Zahl der Beschäftigten damit auf rund 13.000 zulegen.
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Der Weg zum Erfolg sei jedoch kein Spazier- gang, sagt Toeller. »Das Wachstum der Heimtier-Branche wird durch den Wettbe- werbs- und Margendruck auf allen Kanälen
deutlich herausfordernder.« Eine Schwierig- keit: Immer mehr Kunden wollen die schwe- ren Futtersäcke bequem im Internet bestel- len und sich nach Hause liefern lassen – und möglichst nichts dafür zahlen. »Online ver- zeichnen wir den größten absoluten Absatz- zuwachs«, sagt Hans-Jörg Gidlewitz, Ge- schäftsführer der Fressnapf-Gruppe. 2018 stieg der Online-Absatz in den bislang durch E-Commerce bedienten Märkten in Deutsch- land, Dänemark, Österreich und der Schweiz um 18,5 Prozent auf 90 Millionen Euro. Aller- dings ist es nicht leicht, im Online-Handel profitabel zu sein, wenn Kunden kostenlose Lieferungen erwarten, die verschickten Fut- tersäcke aber 15 bis 20 Kilo wiegen und ent- sprechendes Porto kosten.
Fressnapf versendet kostenfrei bei Bestellun- gen ab nur 29 Euro, während Online-Textil- händler die Schwelle meist bei 50 Euro set- zen, obwohl ihre Versandkosten angesichts der deutlich leichteren Ware merklich gerin- ger sind. Dennoch ließe sich auch so E-Com- merce erfolgreich betreiben, sagt Gidlewitz.
 GERMAN COUNCIL . KONSUM
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© Fressnapf

























































































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