Page 15 - GCSC_2019_01
P. 15

                dafür sorgen, dass ältere Menschen die von ihnen gesuchten Produkte sicher finden kön- nen. »Die einfachste Lösung dafür besteht darin, an den Regalen deutlich lesbare Schil- der mit großen schwarzen Buchstaben auf weißem Grund anzubringen«, sagt Moll. »Ein großer Kontrast verbessert die Lesbarkeit.« Hilfreich seien zudem die immer öfter an Einkaufswagen angebrachten Lupen, mit de- nen die in winziger Schrift gedruckten In- haltsangaben auf Verpackungen gelesen werden können. »Auf dieses Hilfsmittel sind nicht erst 60-jährige, sondern auch schon viele 40-jährige angewiesen, wenn sie ihre Brille nicht dabei haben«, sagt der Ergonom.
Shopping Center rüsten sich für Senioren
Shopping Center seien »prinzipiell gut vorbe- reitet für den demografischen Wandel«, sagt Patrick Kiss, Head of Investor & Public Rela- tions bei der Deutsche EuroShop AG, Inhaber von 21 Einkaufszentren in Deutschland, Ös- terreich, Polen, Tschechien und Ungarn. »Sämtliche Aufzüge und Ladenstraßen in ih- nen sind passend gestaltet für Kinderwagen,
Rollstühle und Rollatoren.« In den kommen- den vier Jahren will das Unternehmen zu- dem rund 75 Millionen Euro aufwenden, um mit seinen »At-your-Service«- und »Mall- Beautification«-Programmen seine Center weiter zu modernisieren und noch besser für den demografischen Wandel zu rüsten. Ge- plant ist dabei unter anderem die Schaffung von Komfortparkplätzen in den Parkhäusern. »Diese Parkplätze sind mit blauen Lichtern markiert und einen Meter breiter als ge- wöhnliche Stellflächen, damit die Fahrzeug- türen zum bequemen Ein- und Aussteigen weit geöffnet werden können«, sagt Kiss. Davon würden ebenso ältere Kunden wie Fa- milien mit Kindern profitieren.
In anderen Ländern bereiten sich ebenfalls immer mehr Unternehmen auf den Megat- rend vor. Auch in Russland. Dort zählt Ger- man Gref zu den bekanntesten Wirtschafts- führern, die sich auf den demografischen Wandel einstellen. Der ehemalige Wirt- schaftsminister Moskaus und heutige Vor- standschef der Sberbank, der größten Finanz- institution des Landes mit einem Umsatz von mehr als 40 Milliarden Euro und mehr
als 250.000 Mitarbeitern, will deren 16.500 Filialen sukzessive an die Bedürfnisse älte- rer Menschen anpassen. Zuvor hatte er, durch den GERT-Anzug beeinträchtigt, in ei- nem Selbsttest versucht, in einer Niederlas- sung ein Konto zu eröffnen. Das Fazit des 54-jährigen: »Alt zu sein, das ist ganz anders, als sich das Menschen meines Jahrgangs oder jünger vorstellen können.«
Ein Beitrag von Richard Haimann, freier Journalist
GERMAN COUNCIL . TRENDS
   IHRE
1.000.000 m2 verwaltete Mietfläche
74
Objekte in Deutschland
   UNABHÄNGIGEN
 EXPERTEN FÜR
  EINZELHANDELS-
 €
2,5
Mrd.
 IMMOBILIEN
redos.de
Assets under Management
GCM 1 / 2019 13 InIvnevsetmstemntent Asset MAasnsaegtemMeantnageFmunedntManagemeFnutnd MReadneavgeleompmeent AdvisRoreydevelopment                           Advisory
                       Entwurf: Maas & Partner | Visualisierung: bloomimages
      











































































   13   14   15   16   17