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GERMAN COUNCIL . INHALTGERMAN COUNCIL . POLITISCHE ARBEITMIT FÜNF SINNEN MACHTSHOPPING MEHR SPASSForsa-Umfrage: 95 Prozent der Konsumenten möchten Produkte auch testen und begutachten/   Wachstumsdynamik im Online-Handel lässt nachGERMAN COUNCIL . POLITISCHE ARBEITDeutsche Konsumenten bevorzugen weiter- hin in beeindruckender Mehrheit das stati- onäre Ladengeschä  für den Kauf der wich- tigsten Produktgruppen wie Lebensmittel, Drogerieartikel, Möbel, Kleidung/Schuhe, Unterhaltungselektronik und Bücher. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle forsa- Umfrage, die vom Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) in Au rag gegeben wurde. 95 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie im stationären Einzelhandel großen Wert darauf legen, Produkte testen und be- gutachten zu können. Klaus Striebich, Vor- sitzender des German Council of Shopping Centers: »Die Menschen wollen nicht nur wie beim Online-Handel mit zwei Sinnen – Sehen und Hören – einkaufen, sondern nach Möglichkeit mit allen fünf. Deswegen wird der stationäre Handel immer unschlagbare Vorteile besitzen.«Einen wichtigen Faktor bildet auch die persön- liche Beratung. Sie spielt für insgesamt 83 Pro- zent  und  vor  allem  bei  den  über  45-Jährigen eine  große  Rolle.  »Die  Ergebnisse  verdeutli- chen den Charakter des stationären Einzelhan- dels als Rückgrat unserer Städte«, so Iris Schö- berl,  Vorsitzende  des  ZIA-Ausschusses  Handel  & Kommunales. »Er bildet das wichtigste Fun- dament  für  die  Versorgung  der  Menschen  in  unserem  Land  und  ist  unersetzlich  für  die  Le- bendigkeit  unserer  Städte.  Stationärer  Einzel- handel ist Impulsgeber.« Aufschlagsgebhren fr Schnell- lieferung nicht beliebtBerücksichtigt  man,  dass  mit  71  Prozent  die  Mehrheit  der  Deutschen  im  vorigen  Jahr  ein-  oder  mehrmals  im  Internet  bestellt  hat,  geht  aus  der  forsa-Umfrage  auch  hervor,  dass  ins- besondere die älteren Bevölkerungsteile selte- ner  das  Internet  für  ihren  Einkauf  nutzen  (46  Prozent  aller  über  60-Jährigen).  Zudem  sind  ältere  Einkäufer  seltener  bereit,  Extragebüh- ren  für  die  Lieferung  innerhalb  eines  Tages  (Same  Day  Delivery)  zu  zahlen.  Während  34  Prozent aller befragten 18- bis 29-Jährigen ei-nen  Aufschlag  zahlen  würden,  sind  es  in  der  Altersklasse  60+  nur  noch  zwölf  Prozent.  Ins- gesamt  stehen  21  Prozent  aller  Befragten  möglichen  Extragebühren  für  die  Lieferung  am selben Tag offen gegenüber. Davon würde  wiederum  die  Mehrheit  bis  zu  fünf  Prozent  des  Bestellwertes  ausgeben  (71  Prozent  der  Befragten, die Extragebühren zahlen würden).  E-Commerce punktet mit ZeitfaktorE-Commerce spricht insbesondere Konsumen- ten an, die nicht so viel Zeit für Shopping auf- wenden wollen, weil andere Sachen wie etwa  die  junge  Familie  oder  auch  der  Beruf  im  Fo- kus  stehen.  »Das  Einkaufserlebnis  wird  dann  häufig rationaler betrachtet und weicht ande- ren Aspekten der Zeiteinteilung«, erklärt Schö- berl.  Das  belegt  auch  die  forsa-Umfrage.  So  geben  42  Prozent  aller  befragten  30-  bis  44-Jährigen  an,  dass  sie  Bücher  bevorzugt  im  Internet bestellen, bei den 18- bis 29-Jährigen  sind  es  nur  noch  36  Prozent.  »Einkaufen  ist  nun  einmal  auch  Freizeitgestaltung.  Einzel- händler,  die  diese  Tatsache  in  ihrem  Hause  richtig integrieren und das Einkaufen zum Er- lebnis  machen,  werden  auch  in  den  nächsten  Jahren  nachgefragt  sein«,  meint  Klaus  Strie- bich, Vorsitzender des Vorstandes des ZIA-Mit- gliedsverbandes German Council of Shopping  Centers (GCSC). Entstehung neuer kommerzieller RumeFür  das  Shopping-Erlebnis  müsse  aber  auch  die fortschreitende Digitalisierung berücksich- tigt werden. »Der stationäre Einzelhandel darf  die  neuen  Möglichkeiten  nicht  ablehnen.  Durch  die  Digitalisierung  ergeben  sich  neue  Wege, um Konsumenten besser zu bedienen«,  sagt Striebich. Der aktuelle Trend ist dabei das  sogenannte  Omnichanneling,  wodurch  der  Kunde  kanalübergreifend  angesprochen  wird  und  einkaufen  kann.  »In  Shopping  Centern  beispielsweise  werden  Konsumenten  über Klaus Striebichmehrere Kanäle angesprochen, etwa über das  Smartphone,  das  Auge,  aber  eben  auch  den  Geruchssinn und weitere Sinne. Für den statio- nären Einzelhandel wird es nun darum gehen,  sich vom reinen Distributions- zum Kommuni- kationskanal,  also  zum  Omnichannel-Retailer  zu entwickeln – auch um die jüngere Generati- on  durch  die  passenden  Kanäle  anzuspre- chen«, fügt Striebich hinzu. Nachlassende Online-DynamikTrotz  eines  insgesamt  starken  Wettbewerbs  mit  dem  Online-Handel  wird  der  stationäre  Einzelhandel  seine  Rolle  als  erster  Versorger  der  Konsumenten  auch  in  Zukunft  behalten.  Aktuelle Daten von GfK GeoMarketing zeigen,  dass die Wachstumsdynamik des Online-Han- dels, gemessen an den Umsatzzahlen, in den  letzten  Jahren  konstant  abgenommen  hat  –  trotz  anhaltender  Kaufkraftzuwächse.  Zwar  werden sich auch im stationären Einzelhandel  langfristig  wirksame  Sättigungseffekte  ein- stellen,  doch  gilt  dies  eben  in  gleicher  Weise  auch  für  den  Online-Handel.  »Der  Handel  über das Internet wird, wie von vielen oftmals  befürchtet,  den  stationären  Einzelhandel  auch langfristig nicht ersetzen können«, sagt  Manuel  Jahn,  Head  of  Financial  Services  /  Fa- shion  &  Lifestyle  bei  GfK  im  Bereich  Geomar-Iris Schöberlketing  und  Mitglied  des  Rates  der  Immobili- enweisen.  »Nichtsdestotrotz  geht  es  für  den  traditionellen  Einzelhandel  nun  darum,  die  Entwicklungen  im  Bereich  der  Digitalisierung  nicht  zu  verschlafen.  Der  Wettbewerb  wird  zugunsten  der  Konsumenten  ausgetragen  und  in  Zukunft  neue  Möglichkeiten  des  Ein- kaufens schaffen.« Kritik an starren Sortiments- beschrnkungen»Für  stationäre  Händler,  aber  auch  Kommu- nen ist es entscheidend, nicht durch unflexib- le  Sortiments-  und  Verkaufsflächenbeschrän- kungen  oder  eine  starre  Begrenzung  der  La- denöffnungszeiten unnötig beeinträchtigt zu  werden«,  sagt  Schöberl.  »Der  stationäre  Ein- zelhandel braucht ein hohes Maß an Freiheit,  um flexibel auf aktuelle Entwicklungen zu re- agieren.  Selten  haben  sich  die  Bedürfnisse  von Käufern so schnell geändert wie heute.«  Aus diesem Grund fordert der ZIA unter ande- rem,  bestehende  Sortimentsschlüssel  regel- mäßig  durch  Kommunen  überprüfen  zu  las- sen  und  anzupassen,  wenn  es  vonnöten  ist.  Ein weiteres Problem sind Verkaufsflächenbe- grenzungen,  die  insbesondere  größeren  Fili- alen trotz steigender Anforderungen etwa an  Sanitärräume und Barrierefreiheit das Wachs-Manuel JahnDer Faktor Gastronomie ist für den stationären Handel ein großer Pluspunkt gegenüber dem E-Commerce.  GCM 3 / 2016Ein Beitrag der Redaktiontum  erschweren.  »Filialisten  sind  gezwun- gen,  bauliche  Auflagen  unverzüglich  umzu- setzen.  Auf  der  anderen  Seite  müssen  sie  auch ihr Sortiment konstant erhöhen und ein  attraktives  Einkaufserlebnis  bieten,  um  wett- bewerbsfähig gegenüber Online-Händlern zu  bleiben«,  meint  Schöberl.  Hierfür  spricht  auch,  dass  87  Prozent  der  Kunden  das  ange- nehme  Ambiente  des  stationären  Handels  wertschätzen. Verkaufsflchenbegrenzung kann hinderlich seinAuch  bei  der  Einführung  des  neuen  Bauge- bietstypen  »Urbanes  Gebiet«  fordert  der  ZIA,  dass  die  Strukturen  für  die  Ansiedlung  von  Einzelhandelsflächen  verbessert  und  die  häu- fig zu starren Vorgaben bei deren Zulassung,  Revitalisierung  und  Umbau  verworfen  wer- den. So sei auch die geplante Verkaufsflächen- begrenzung  für  Einzelhändler  auf  800  Quad- ratmeter hinderlich. »Der Gesetzgeber hat mit  dem neuen Gebietstypen die Möglichkeit, den  stationären Handel zu stärken. Diese Möglich- keit sollte er dringend wahrnehmen«, ergänzt  Schöberl.GCM 3 / 2016  82  Mit fünf Sinnen macht Shopping mehr Spaßgerman council congress43 Programm und Anmeldungspirit52 Weltweit erfolgreich dank Inspiration der alten Griechen 54 Was vor dem Shopping im Kopf passiert ...58 Stabiler Markt, aber Politik verunsichert62 Im Milaneo ist ein lebendiges, stadtteilfähiges Ganzessichtbar geworden64 Zurück zum Service68 Hersteller avancieren immer mehr zu Händlern 70 Der Spirit der Shopping Centerrecht und gesetz72 Hemmschuh für den Handelmarktplatz – advertorial74 First Christmas75 Agentur Randolph Hopp76 DMS GmbH77 Maßmann & Co.90  DSCF 2016: »Gradmesser der Branche«insight78 GCSC stellt sich vor80 Beiräte repräsentieren die Vielfalt unserer Mitglieder 81 Neue Mitglieder im GCSCpolitische arbeit82 Mit fünf Sinnen macht Shopping mehr Spaß 84 Quo Vadis, Innenstadt?85 ZIA feierte zehnjähriges Bestehenvor ort86 Die Strahlkraft der Leuchttürme88 Drei Länder – ein Thema: The Future of Shopping 90 DSCF 2016: »Gradmesser der Branche«gcsc mitglieder95 AufnahmeantragGERMAN COUNCIL . vOR ORtDSCF 2016: »GraDmeSSer Der BranChe« Das »Deutsche Shopping-Center Forum« hat sich in wenigen Jahren als Plattform für Handel- und  Immobilienbranche etabliert. GERMAN COUNCIL . vOR ORtals »Gradmesser der Branche« bezeichnete moderator Jascha habeck das »Deutsche Shopping-Center Forum«. Damit beschreibt er recht gut, zu was der Kongress in den ver- gangenen Jahren herangewachsen ist.Mehr  als  350  teilnehmer  besuchten  im  Mai  dieses  Jahres  das  Branchenevent,  das  das  EHI  Retail  Institute  und  der  »German  Council  of  Shopping  Centers«  (GCSC)  erstmals  im  Hotel  Kameha Grand in Bonn organisiert hatten. Der  alte  veranstaltungsort  in  Düsseldorf  bot  nicht  mehr  ausreichend  Platz.  EHI-Geschäftsführer  Michael Gerling sprach von einem Besucherzu- wachs von 20 Prozent im vergleich zu 2015. Omnichannel, immer neue technologien und  ein Online-Handel, der mit mehr als 50 Milliar- den  Euro  Jahresumsatz  in  2015  mittlerweile   GCM 3 / 2016zehn Prozent Marktanteil erobert hat, treiben  die Branche um. Dass Michael Gerling das On- line-Wachstum  als  »beachtlich,  aber  immer  noch  überschaubar«  bezeichnete,  machte  deutlich,  dass  er  an  den  stationären  Handel  glaubt.  »Irgendwie  hat  diese  Branche  die  Kraft, sich selbst zu erhalten«, sagte er.Reise in die ZukunftUnd ohnehin sei die Digitalisierung längst tief  verwurzelt im Alltag der Menschen, wie GCSC- vorstand  Klaus  Striebich  betonte:  »Ich  würde  es gar nicht als trend, sondern als teil unseres  Lebens  bezeichnen.«.  Wie  sehr  dieses  thema  die Branche aber noch verunsichert, demonst- rierte der vortrag von Nils Müller.Der  Gründer  von  tRENDONE,  einem  Unter- nehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Mic-ro-trends  zu  identifizieren,  nahm  die  Zuhörer  mit  auf  eine  Zeitreise  in  Jahr  2025.  »Das  Digi- tale legt sich wie ein Nebel über die Welt«, er- klärt er. Augmented Reality ist allgegenwärtig,  Roboter  mit  künstlicher  Intelligenz  beraten  Kunden,  oder  virtuelle  Avatare  begleiten  die  Menschen  durch  den  Alltag,  3D-Drucker  ste- hen in jedem Haushalt, und Smart Data macht  die reale Welt so vermessbar wie heute schon  das Internet. Eindrucksvoll zeigte auch der Big-Data-Manager  Alexander  Lange  von  telefónica  Germany,  was  mit  längst  vorhandenen  Daten  bereits  heute  möglich  ist.  Sein  Unternehmen  arbeitet  zurzeit  an »Mobility Insight«, was als mobilfunkgestütz- te  Frequenzanalyse  für  den  Handel  interessant  sein  könnte.  Aus  den  Daten  von  43  Millionen  Kunden,  die  in  Summe  pro  tag  vier  Milliarden  Datenpakete  versenden,  lassen  sich  in  Echtzeit Bewegungspositionen erfassen. Hinzu kommen  17 Millionen vertragskunden, die zusätzlich de- mografische  Daten  über  Alter  und  Geschlecht  slicehfern .D  »atDeanss czhuastazm«, msoe nL aenrgeib. tE  re ilnäessnt   gsiicgha nfütir-  die Zielgruppen- und Standortanalyse sowie die  Werbeplanung einsetzen.Roboter auf der BhneWie  nah  die  Zukunft  ist,  durften  die  Zuhörer  bei Nils Müller direkt vor Ort in Bonn erleben,  als der Shopping-Roboter der Firma MetraLabs  auf  die  Bühne  rollte.  In  Shanghai  beraten  50  Roboter  bereits  Kunden  in  einem  großen  Mö- belhaus, zeigen ihnen, wo sie bestimmte Wa- ren  finden,  und  unterhalten  sie  mit  Minispie- len.  »Der  Hauptnutzen  ist,  dass  sie  die  Fläche  beleben«,  erklärt  MetaLabs-Mitgründer  Dr.  Andreas  Bley.  Ein  anderes  Modell  seines  Un- ternehmens  macht  aktuell  beim  Modefilialis- ten Adler allabendlich die Inventur – auch das  demonstrierte Müller auf der Bühne.  Aber trends wie 3D-Drucker oder Lieferungen  an  die  Phone-Adresse  werden  aus  Sicht  von  Müller  den  Einzelhandel  noch  weitaus  mehr  beeinflussen.  Aktuell  kostet  ein  3D-Drucker  der  Firma  AIO  Robotics  noch  ungefähr  2000  Euro,  aber  bald  schon  »kosten  sie  nichts  mehr«,  prognostizierte  Müller.  Dann  müssten  Produkte nicht mehr gekauft, sondern einfach  nur  noch  gedruckt  werden.  Auch  Lieferungen  an den Ort, an dem sich die Menschen mit ih- rem  Smartphone  befinden,  sind  heute  schon  Realität. So bietet etwa der Mobilfunkanbieter  E-Plus einen solchen Service in Belgien an.  Expansion im EinzelhandelWas  Nils  Müller  zu  erzählen  hatte,  hallte  noch  lange auf dem »Deutschen Shopping-Center Fo- rum«  nach.  So  räumte  Dr.  Andreas  Martin,  Ge- schäftsführer der CONCEPtA Projektentwicklung  GmbH,  zu  Beginn  des  Forums  Leasing  ein,  dass  ihm diese trends durchaus die Sorge bereiteten,  dass es zukünftig schlecht um die Geschäftsmo- delle des Einzelhandels bestellt sein werde. Aber  zusammen  mit  Johan  Bergenthal,  COO  von  Klépierre  Germany,  trat  er  direkt  den  Gegenbe- weis  an.  André  Gunselmann,  Geschäftsführer  der Mensing Holding GmbH, und Björn Zeppen- feld,  Geschäftsführer  der  Görgens  Gruppe,  ex- pandieren  beispielsweise  mit  ihren  Modege- schäften auch im schwierigeren Umfeld von Mit- telstädten.  Dabei  erklärten  sie,  dass  gerade  der  emotionale  Ladenbau  ein  Alleinstellungsmerk- mal des stationären Handels sei. »Das ist das Ge- genmodell zum Internet«, so Zeppenfeld.Klaus Striebich (GCSC)Michael Gerling (EHI)Auch  Lars  Clamor,  Leitung  Expansion  West  bei  Jeans Fritz, hob die Bedeutung tradierter Werte  hervor.  traditionell,  bodenständig  und  bestän- dig  will  sein  Unternehmen  sein.  Dass  bei  sol- chen  Konzepten  der  Mitarbeiter  eine  entschei- dende  Rolle  spielt,  bestätigte  Kornelia  Adam.  Bei der Stadtparfümerie Pieper ist sie für die Ex- pansion verantwortlich und sagt: »Die individu- ellen  Bedürfnisse  des  Kunden  stehen  bei  uns  Mittelpunkt.«  Beratung  sei  hier  wichtig,  gutes  Personal  die  Grundlage  dafür.  »An  dieser  Stell- schraube wollen wir nicht drehen, weil der Kun- de von uns Beratung erwartet.«Dass  die  Mitarbeiter  das  »höchste  Gut«  bei  Pieper  seien,  zeige  sich  auch  daran,  dass  pro  Jahr  mehr  als  200  Schulungen  in  der  eigenen  Ausbildungsakademie  »Beauty  Forum«  statt- finden.  Wie  attraktiv  der  deutsche  Markt  ist,  belegte  der  polnische  Schuhfilialist  CCC  shoes  & bags, der seit 2013 hierzulande expandiert.  Ende  2015  betrieb  das  Unternehmen  laut  Deutschland-Geschüftsführer Fabian Kampa 78  Geschäfte in Deutschland und Österreich. »Wir  bauen in Deutschland die Zukunft unseres Un- ternehmens«,  sagte  er.  Das  bedeutet  auch,  dass CCC weiterhin stark expandieren wolle.Markus Trojansky (GCSC)Jascha Habeck (Moderator)Trend zum externen ExpansionsleiterAuch  die  Alnatura  Produktions-  und  Handels  GmbH  verfolgt  eine  ambitionierte  Expansions- strategie. In den nächsten Jahren will der Bio-Le- bensmittel-Händler  laut  Expansionsleiter  Kolja  Kolander von 100 auf 200 Filialen wachsen. Ob es  dazu  immer  einer  eigenen  Expansionsabteilung  bedarf,  wurde  auf  dem  »Deutschen  Shopping- Center  Forum«  allerdings  rege  diskutiert.  Jens  Betge, Geschäftsführer von Jens Betge Real Esta- te,  glaubt,  dass  der  trend  hinführe  zu  externen  Expansionsleitern. Aus seiner Sicht macht das vor  allem aus Kostengründen für kleinere Unterneh- men Sinn, die nur wenige Filialen pro Jahr eröff- nen.  »Das  wird  aber  nicht  von  jedem  Unterneh- men gebracht«, ergänzte Jutta Isabel Heusel von  KOLLMANNSPERGER  ESC  &  PARtNER  Executive  Search  Consultants.  Es  komme  auch  immer  auf  die Firmenphilosophie an.Und  auch  Pure-Online  entdecken  immer  häufi- ger  den  stationären  Handel  für  sich,  um  ihre  Marke auch in der realen Welt zu etablieren. Der  Online-Brillenhändler Mister Spex hat dieses Jahr  seinen ersten Store im Berliner Center Alexa von  Sierra  Germany  eröffnet.  Auf  dem  »Deutschen GCM 3 / 2016  ›Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!‹Johann Wolfgang von Goethe (Vers 940 / Faust)GCM3/2016 © Steffen Hauser / EHI© Detlef Erler© Steffen Hauser / EHI© KD Busch© Mollenhoff


































































































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