Page 5 - Vision
P. 5


GERMAN COUNCIL . INHALT












GERMAN COUNCIL . vIsIONGERMAN COUNCIL . vIsION
wir Tun nichTs weiTer, als miT
brennender leidenschafT zu spielen© Paavo J̈rvi
Interview mit Albert schmitt, Managing Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen,   
der mit seinem Orchester v̈llig neue Wege beschritt 
fast ḧtte ihre Vision leidenschatlichen mu- sam  ist.  Musikalisch  waren  wir  damals  schon  folgte Einsteins Out-of-the-Box-Ansatz, nichts an- 
sizierens die deutsche Kammerphilharmonie bremen inanziell ruiniert. um das ende zu verhindern, entschieden die musiker, Orche- Weltspitze.  Aber  wirtschaftlich  besaß  unsere  Organisation einen grundlegenden Webfehler. deres ist hier passiert! Einmal  die  Perspektiven  gewechselt  und  ver- 
GERMAN COUNCIL . vOR ORtGERMAN COUNCIL . vOR ORtstermodell der zukunt zu werden. ein lehr- sẗck, unvereinbares zu vereinen. albert schmitt, managing director, erz̈hlte dem German council magazin, wie mit unge- Musikalisch hatten Sie Erfolg, schrieben aber tiefrote Zahlen?Albert Schmitt:  Wissen sie, der Musikmarkt ist  schiedene Wirtschaftsbetriebe eingehend analy- siert, war klar: Wir brauchen unabḧngiges Con- trolling,  flexible  Kosten-  und  Programmstruktu- 
ONLINE, OFFLINE UND –DIE MACHT DER MARKE Eterr zneitg-te cahbneirk  duanmdi ts ntaotciohn ëtrwera sH: aMnoddeel rhnaeb Ien-  viele Ber̈hrungspunkte. ẅhnlichen methoden unm̈gliches m̈glich werden kann.speziell,  so  wie  auch  das  Orchester.  Entstan- den  sind  wir  aus  der  fr̈heren  studentenelite  der klassischen Orchester. Die trifft sich zwei- mal  im  Jahr,  um  leidenschaftlich  zu  musizie- ren sowie kontinuierliche Marken- und Pressear- beit. Nur ein starkes Image macht uns f̈r Partner  aus der Wirtschaft interessant. Heute finanzieren  wir  71  Prozent  unserer  Kosten  mit  Konzerten,  
Zweites Deutsches Shopping Center Forum in D̈sseldorf beeindruckte teilnehmer   mit inhaltlicher QualiẗtKlaus Striebich, vorstandvorsitzender des GCSC,  s S p t r r a a t c e h g   i e d « i e .   s Z b u e k z ̈ ̈ n g f l t i c i g h     g v e o b n e     e e i s n   e o r   h n » e K h a ni n a   l - k E e g i n a e l -   reinen Online-Ḧndler mehr. Und das Wichtigs- Herr Schmitt, bis 1999 waren Sie Profimusiker bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bre- men. Dann retteten Sie »ihr« Orchester vor der ren. Mit ̈berschreitung des F̈rderalters sollte  schluss  damit  sein.  Das  wollte  der  harte  Kern  nicht  hinnehmen.  Damals,  muss  man  wissen,  CD-verkauf,  Tv-Rechten  oder  Organisationsent- wicklungsprodukten,  spenden  und  sponsoring,  zehn Prozent sind in der Branche ̈blich. 
te  sei,  dass  der  Kunde  wieder  im  Mittelpunkt  stehe.  Ob  er  den  Online-Shop,  das  Ladenge- scḧft oder mit Click-and-Collect eine Mischung  aus beidem will, sei zun̈chst nebens̈chlich. Pleite. Wie kam es dazu?Albert Schmitt: Es war pure verzweiflung. Wir  hatten  1,5  Millionen  Euro  schulden  bei  einer  Million Kreditlinie und rechneten jeden Tag da- lag  die  Berufszufriedenheit  von  Orchestermu- sikern gleich hinter der von Gef̈ngnisẅrtern.  Also  nahmen  wir  unser  schicksal  selbst  in  die  Hand! Wir gr̈ndeten unser Orchester, spielten  Nun sind klassische Orchester keine typischen Adressaten f̈r Cultural Sponsoring. Auch das ̈nderten Sie.Genießt inzwischen international – sogar in Tokio – allerḧchste Anerkennung: Deutsche Kammerphilharmonie Bremen.
Mitte Mai traf sich die Branche in D̈ssel- dorf zum zweiten Deutschen Shopping Cen- ter Forum. Der German Council und das EHI hatten ins Hyatt-Hotel geladen. Rund 300 Teilnehmer diskutierten ̈ber Wachs- etwa  ẅhrend  der  Pausen  die  meisten  Men- schen  vor  den  Kaffeemaschinen.  thorsten  Schuller  hat  sichtlich  Freude  an  der  Pr̈sentati- on. Es ist sein kleiner Schuljungenstreich. mit  der  Berliner  Software-Firma  42reports  und  dem Systemhaus Cramer hat sein Unternehmen  den Konferenzbereich quasi verwanzt. Mehr als  42 Access Points (Zugangspunkte) f̈r das Wire- less-LAN-Netzwerk verteilten die techniker ̈ber  Entscheidend sei die Marke. Das betonte Prof.  Dr.  Marc  Oliver  Opresnik.  Er  sprach  davon,  dass eine Marke vor allem Werte und Emotio- nen  transportieren  m̈sse.  Das  sei  auch  der  Erfolg  von  Unternehmen  wie  Starbucks,  die  Klaus Striebich (GCSC)Sebastian Beyer (dm)Commerzbank,  haben  das  Modell  inzwischen  weltweit implementiert. mit,  dass  uns  der  Gerichtsvollzieher  den  Ku- ckuck  auf  die  Instrumente  klebt.  Ich  wollte  nicht  tatenlos  zuschauen,  wie  ein  Orchester  die Musik, die wir wollten, mit dem Dirigenten  unserer Wahl – und wussten, das ist so fantas- tisch, dass wir Erfolg haben! Albert Schmitt:   Nein,  noch  nicht  wirklich.  Im  Gegensatz  zu  den  UsA  sind  sponsoring,  Fund- raising  oder  Planned  Givings  hierzulande  noch  se Auszeichnung ist von unscḧtzbarem Wert,  weil  sie  der  gesamte  Mittelstandsadel  ver- folgt.  Ihr  verdanken  wir  unter  anderem,  dass  tungstreiber  nutzt.  Diese  Erkenntnis  war  der  Durchbruch  –  f̈r  mich  pers̈nlich  und  f̈r  mein  Managementversẗndnis.  statt  wie  bis- 
tumschancen und Risiken des Marktes. Und ̈ber allem schwebte der Mega-Trend E- Commerce.Der  Beamer  wirft  den  grauen  Grundriss  des  Bereits  zum  zweiten  Mal  beleuchten  der  Ger- man  Council  of  Shopping  Center  (GCSC)  und  das EHI Retail Institute aus K̈ln mit dem DSCF  die  Herausforderungen  des  Marktes.  Dabei  pr̈sentieren  Experten  wie  thorsten  Schuller,  alle  R̈ume.  425  Endger̈te  wie  Smartphones,  tablets  und  Laptops  hatten  sich  an  den  zwei  Kongresstagen mit ihnen verbunden. Und jedes  Mal  sendeten  sie  dabei  den  Standort  ihres  Be- nutzers.  So  ließen  sich  teilnehmerstr̈me  auf- weniger  Kaffee,  als  vielmehr  ein  bestimmtes  Lebensgef̈hl  transportieren.  Als  ein  Instru- ment,  das  im  heutigen  Marketing-Werkzeug- kasten  nicht  fehlen  darf,  nannte  er  die  diver- sen  Social-Media-Kan̈le.  Es  komme  auf  den  Entwickeln sich diese Trainingsprogramme f̈r F̈hrungskr̈fte zu einem zweiten Standbein? Albert Schmitt:   Nein,  dazu  machen  wir  es  zu  stirbt, das auch f̈r mich pers̈nlich zu bedeut-Eine  wesentliche  Kleinigkeit  hatten  wir  dabei  ̈bersehen:  Alle  anderen  Orchester  unserer  l̈ngst  keine  selbstversẗndlichkeit.  Zwar  d̈m- mert es in Deutschland, dass die Kultursubven- tionen  nicht  aufrechtzuerhalten  sind,  doch  nur  der  Universiẗtsgesellschafter  Witten/Herde- cke  und  Aufsichtsratsvorsitzende  von  Poco- Einrichtungsm̈rkte,  Peter  Pohlmann,  nun  ei- her an den Gegens̈tzen unseres Gescḧftsmo- dells,  zu  verzweifeln,  sah  ich  sie  nun  als  Teil  des  Ganzen  und  kam  zu  ganz  anderen  L̈sun- er
Hotels  an  die  Leinwand  auf  der  B̈hne.  Dar̈- ber liegen wie bei einer thermografie-Aufnah- me  Farben  von  Hellblau  bis  Rot.  Wo  sich  der  Grundriss gelb bis r̈tlich f̈rbt, haben sich die  meisten  teilnehmer  des  zweiten  Deutschen  dass  Unternehmen,  die  zuk̈nftig  erfolgreich  sein wollen, f̈r die digitale Welt ger̈stet sein  m̈ssen. Schuller ist der technische Produktmanager der  zeichnen und analysieren.F̈r  den  Einzelhandel,  so  Schuller,  bieten  sich  damit  neue  M̈glichkeiten  das  Kundenverhal- ten in den Filialen zu untersuchen. Das machte  Dialog  mit  den  Kunden  an.  Ein  Beispiel,  so  Opresnik:  Die  Kampagne  der  techniker  Kran- kenkasse  (tK)  mit  dem  ber̈hmten  Youtuber  LeFloid, der k̈rzlich erst die Bundeskanzlerin  interviewen durfte. Zusammen mit ihm drehte  selten, das muss auch so bleiben. An dem 5-se- kunden-Modell  ist  das  ganze  Orchester  betei- ligt.  Einen  Tag  lang  begleiten  F̈hrungskr̈fte  die Musiker im Alltag, um in der gemeinsamen  Liga  sind  zu  90  Prozent  subventioniert!  In  hochsubventionierten  M̈rkten  k̈nnen  sie  aber niemals kostendeckend arbeiten. Mit der  Nachfrage stieg die verschuldung – der Erfolg  wenige  begreifen,  dass  die  Kultur  nun  Firmen- gelder oder private Zuwendungen braucht, um  zu ̈berleben. nen  Kreis  nationaler  Unternehmer  mit  uns  aufbaut. sein Ziel: Das Modell der Deutschen  Kammerphilharmonie  als  Orchesterorganisa- tion  der  Zukunft  bekannt  zu  machen  und  gen. Gerade unter Extremdruck helfen uns die  f̈nf  zentralen  Widerspr̈che  unseres  Ge- scḧftsmodells  zu  spitzenperformance  aufzu- laufen:  Ein  Orchester,  das  sich  selbst  geḧrt,  © Julia Bai
Shopping Center Forums (DSCF) im D̈sseldor- fer  Hyatt-Hotel  aufgehalten.  So  dr̈ngten  sich LANCOM  Systems  GmbH  aus  der  nordrhein- westf̈lischen  Gemeinde  Ẅrselen.  Zusammen Schuller  mit  seiner  Pr̈sentation  auf  sehr  plas- tische Weise deutlich.die  tK  kurze  Clips  und  diskutierte  mit  jungen  Menschen  auf  dem  videoportal  von  Google.  Um den vertrieb ging es dabei nicht, nur um  den Aufbau der eigenen Marke. Dr. Silvia Danne (Danne Medien & Marketing)Wie  eine  Partnerschaft  zwischen  Online  und  Station̈r  aussehen  kann,  das  erkl̈rte  Dr.  Oli- Dr. Martina K̈hne (GDI)rem Handel. »vieles ist auf dem richtigen Weg,  aber  wir  stehen  in  der  Umsetzung  noch  ziem- Begegnung  die  Methode  zu  verstehen.  Das  Training ist so intensiv, dass es nur eine unter- geordnete  Rolle  spielen  kann,  wenn  wir  als  war unsere gr̈ßte Gef̈hrdung. Immer dichter  folgten  ̈berschuldungskrisen.  statt  aber  das  strukturelle  Problem  an  den  Wurzeln  zu  pa- viele Unternehmen finden unsere Idee der al- ternativen  Finanzierung  sympathisch.  sie  sp̈- ren,  dass  die  wirtschaftliche  Eigenverantwor- sponsoren zu finden. Ihr Modell machte Sie vom Staat unabḧngig, aber  vom  Dirigent  geleitet  wird;  musikalische  Abenteuer  sucht  und  der  Perfektion  verpflich- tet  ist;  spaß  wie  Erfolg  haben  will,  ein  Kultur- 
Dass starke Marken Wettbewerbsvorteile ver- sprechen, das sagte auch Nina Oswald. Sie ist  Managing  Director  Germany  bei  der  Bera- tungsfirma Interbrand. Die Marke eines Un- ternehmens  versteht  sie  dabei  als  ein  »Ge- ver  Breiden.  Er  ist  Head  of  Program  Office  bei  der Metro Properties Holding GmbH in D̈ssel- dorf.  Zusammen  mit  den  Partnern  Ebay  und  PayPal startete die Metro Group ein testlabor  f̈r  den  Einzelhandel.  Drei  Monate  lang,  von  lich  am  Anfang.«  Sebastian  Bayer  von  Droge- riemarktkette dm, Christian Moritz von der Fir- ma  Ludwig  G̈rtz  und  Matthias  Klein  CEO  von  Orsay schilderten, wie ihre Unternehmen mit  dieser  Aufgabenstellung  umgehen  und  disku- Musiker  weiterhin  erfolgreich  bleiben  wollen.  Aber  es  ist  eine  zus̈tzliche  Ertragsquelle  und  eine  angenehme  dazu.  Frei  nach  dem  Modell  cken,  stopften  wir  die  L̈cher,  so  gut  es  ging,  mit einmaligen Geldzuwendungen.tung  den  Geist  unserer  Musiker  jung  ḧlt.  Doch Zuwendungen kommen vor allem von lo- kalen  Unternehmen.  Unser  l̈ngster  und  treu- schl̈gt aber auch eigene Wege ein, musika- lisch Weltklasse zu bleiben.Albert Schmitt:   Richtig!  2003  nahm  ich  Kon- betrieb ist und Geld verdient; und Energie aus  ḧchster Konzentration scḧpft. 
samterlebnis«,  das  weit  ̈ber  das  Logo  hin- ausgeht.  Beispiele  seien  der  Energydrink- Hersteller  Red  Bull  oder  der  Fußballweltver- band  Fifa.  Es  geht  darum,  dass  Marken  dem  Kunden eine Geschichte erz̈hlen. Ende  Oktober  2014  bis  Mitte  Januar  2015,  lief  das Pilotprojekt »the Inspiration Store« im Ein- kaufszentrum  Weserpark  in  Bremen.  Es  ging  dabei  darum  auszuloten,  wie  ein  konsequen- tes  Omnichannel-Konzept  bei  den  Kunden  an- tierten  dies  auch  anschließend  mit  dem  Publi- kum.Auch  Uwe  Seidel,  Gescḧftsf̈hrer  von  der  Unternehmens-  und  Kommunalberatung  Dr.  inspiriert der Kontakt zu Top-Managern unsere  Musiker. Sie spielen in der Weltklasse, proben aber in Als Kontrabassist ohne Wirtschaftsausbildung tilgten Sie eine dreiviertel Million Euro Schul- den in zwei Jahren. Woher wussten Sie, was zu tun ist?ester  sponsor  ist  die  sparkasse  Bremen.  Und  Mittelsẗndler,  die  wie  wir  Global  Player  sind.  Ob K̈fer Isoliertechnik oder die Bremer Logis- tikgruppe – sie erfahren: Laden wir zu Konzer- takt zu Professor Christian scholz auf, eine Ko- rypḧe  in  Personalf̈hrung.  Mich  dr̈ngte  die  Frage: Wie sichert man ̈berdurchschnittliches  Leistungsverm̈gen?  Auch  die  Musik  scḧtzt  Gemeinsam  mit  Dr.  scholz  entwickelten  wir  den  Ansatz  zum  5-sekunden-Modell  weiter.  Die  Methode  erhebt  maximalen  Widerspruch  und  Konflikt  zur  DNA  des  Erfolgs.  Mit  »sekun- 
̈bertragen auf Shopping Center bedeutet das,  eine  Erlebniswelt  f̈r  die  Kunden  zu  schaffen.  Im Gescḧft tr̈fe der Kunde nicht mehr die »ul- timative  Kaufentscheidung.«  Es  gehe  darum,  kommt. Alle zwei Wochen wechselte das Sorti- ment  von  rund  400  Artikeln  im  Gescḧft.  Der  Clou waren aber nicht die Produkte.Der  Kunde  hatte  die  Wahl,  ob  er  unter  ande- Lademann & Partner, sieht hier Aufgaben f̈r  die Branche: »Nach unserem Eindruck ver̈n- dert  sich  die  Shopping-Center-Landschaft  sehr  stark.«  Der  Kunde  vergleicht  mit  dem  Smartphone Preise, will Wohlf̈hl-Atmospḧ- der Gesamtschule eines Stadtteils, wo man nachts Angst hatte durchzufahren. Ist das auch ein Sekunden-Paar?Albert Schmitt:  Eigentlich lag die L̈sung schon  offen  vor  mir.  Wir  hatten  uns  1997  als  GbR  mit  heute  41  Eigenẗmern  gegr̈ndet:  Warum  also  ten  ein,  kommen  die  Topentscheider.  In  Tokio  etwa  wird  in  sachen  Beethoven  keiner  besser  bewertet  als  wir.  Aber  f̈r  Unternehmen  ist  nicht vor biologischen Prozessen. scholz’  Analyse  gefolgt,  laufen  Hochleis- de«  ist  hier  ̈brigens  der  kleinste  Abstand  zweier  Noten  gemeint,  der  eine  Doppelnatur  besitzt:  Hintereinander  gespielt  sind  die  T̈ne  
die »verbindung von Online- und Offline-Erleb- nissen zu schaffen«, sagte Nina Oswald. Dabei  d̈rfe  nicht  vergessen  werden,  dass  »Marken  ein  Zuhause  haben.«  Es  geht  ein  Sẗck  zur̈ck  zur physischen Welt: »Wir sehen, dass es einen  rem im Gescḧft, via Smartphone oder ̈ber di- gitale  Displays  vor  oder  im  Laden  einkaufen  m̈chte.  K̈ufe  konnten  zudem  direkt  ̈ber  PayPal  bezahlt  werden.  Laut  Oliver  Breiden  kam dieser Online-Offline-Mix bei den Kunden  re und Events.»Es  geht  immer  um  den  Wow-Effekt«,  sagte  Johan  Bergenthal,  Head  of  Leasing  bei  Corio  Deutschland.  Starke  Marken  und  mutige  Kon- Albert Schmitt:   Exakt!  Anderen  erscheint  es  als Wahnsinn, f̈r uns sind die Gegens̈tze Ide- albedingungen  Hochleistungsf̈higkeit  zu  er- halten.  Trotzdem  l̈st  es  Unversẗndnis  aus,  f̈hrten  wir  sie  nicht  so?  Damals  war  diese  Er- kenntnis  unerḧrt.  Rechtlich  waren  wir  Unter- nehmer, handelten aber wie Musiker. Wir waren  in der Logik des Musikmarktes gefangen. Als ich  nicht  das  B̈hnenprogramm  entscheidend,  sondern der Mehrwert f̈rs Gescḧft. 2008 erhielt Die Deutsche Kammerphilharmo- tungsteams  dort  heiß,  wo  andere  aufgeben.  statt  vor  Widerspr̈chen  zu  kapitulieren,  zie- hen  sie  daraus  sẗrke  und  entwickeln  ̈berle- gene L̈sungen. Die Top-Performance funktio- harmonisch  und  stehen  f̈r  einfachen  Fort- schritt, gleichzeitig gespielt entsteht maximale  Dissonanz,  so  stark,  dass  weitere  schritte  und  Dynamik  herausgefordert  werden.  Namhafte  
gegenl̈ufigen  trend  zu  Online  gibt«,  so  Os- wald.  Apple  geḧrt  hier  schon  l̈ngst  zu  den  Beispiel-Unternehmen,  die  verstanden  haben,  dass der Kunde den Komfort von Online scḧtzt  und gleichzeitig das Erlebnis des Gescḧfts ha- gut  an.  So  k̈nnte  der  station̈re  Handel  der  Zukunft aussehen. Auch das Forum Leasing von Markus trojansky,  Gescḧftsf̈hrer dm, bescḧftigte sich mit dem  zepte k̈nnen das bewerkstelligen. Der  Schl̈ssel  sei  Innovation,  wie  der  Leiter  vermietung  bei  Sonae  Sierra,  Dirk  von  der  Ah́, feststellte. Das bedeutet, dass der Han- wenn  ein  Orchester  von  Weltruhm  in  einen GCM 3 / 2015  Albert Schmitt  GCM 3 / 2015ihn verließ, konnte ich unser Problem l̈sen. Ich nie Bremen den Deutschen Gr̈nderpreis. Die-niert nur dann, wenn man Gegens̈tze als Leis-Unternehmen,  etwa  die  Investmentsparte  der 
  GCM 3 / 2015ben m̈chte. Spagat  von  Multichannel-Retail  und  station̈-del  flexibel  auf  sich  ver̈ndernde  Ẅnsche GCM 3 / 2015  
66  Wir tun nichts weiter, als mit brennender Leidenschaft zu spielen74  Online, Offline und – die Macht der Marke



visionmarktplatz – advertorial

42 »Wir haben unsere Projekte immer nur aus ̈berzeugung 90 First Christmas
gemacht«91 MIKS GmbH – Agentur f̈r Brand Space Design 

46 Vision Innenarchitektur: Orte f̈r Erlebnis und Inspiration 92 Agentur Randolph Hopp
48 Vision Erlebnisshopping: Eine im Ged̈chnis gespeicherte93Trinavis
Erfahrung

50 Vision Marketing: In Zukunft: Lokal-Digitalgcsc mitglieder
52 Vision Merchandising: Neue Trends aus Barcelona94 Termine 2015 / Neue Mitglieder im GCSC 

54 Die Zukunft der spielerischen Informationsweitergabe 95 Mitgliederverzeichnis
56 Vision Centergastronomie: Kulinarisches Freizeiterlebnis 99Aufnahmeantrag

58 Mehrk̈mpfer und Hoteldirektor – Der Asset- und
Centermanager der Zukunftin neuem glanz – advertorial
60 Vision Messebau: Guter Stand allein ist l̈ngst nicht alles 101 Je ̈lter, desto scḧner: Der Ruhr Park Bochum

62 Vision Freizeit: Wir sind dann mal weg!
66 Wir tun nichts weiter, als mit brennender Leidenschaftbald am start – advertorial

zu spielen102Revitalisierung mit Hommage an Historie des 
Standorts
foren 
103 Vom Problemfall Hertie zum Impulsgeber f̈r 
70 Gute Aussicht und spannende Fach-Diskussionendie Innenstadt


vor ort
74 Online, Offline und – die Macht der Marke

80 Laufend Gutes tun: Charity-Run des GCSC wieder im September

politische arbeit

82 Viel Prominenz am Spreehafen 


newse nicht zuerst 
84 Nachrichten»Wenn eine Ide
t, taugt sie nichts.«
absurd erschein
recht und gesetz
88 Wichtige Stellschraube zum wirtschaftlichen Center-Erfolgbert Einstein (1879-1955), 
Aliker, Nobelpreistr̈ger
Phys









GCM3/2015 


   3   4   5   6   7